Vision

Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion im Einklang mit der Natur: gesunder Boden, gesundes Essen, gesunde Menschen.

Image by Eliabe Costa
Gemüsekorb

Für jeden Bauernhof

Mit Freude und Kompetenz regenerativ produzieren und das Ökosystem fördern

Für jeden Menschen

Genuss mit gesunden und regenerativ produzierten Lebensmitteln - jeden Tag

 

Mission

Förderung der regenerativen Land - und Ernährungswirtschaft

Netzwerk stärken

  • Akteure der ganzen Wertschöpfungskette, die sich für die regenerative Landwirtschaft einsetzen, organisieren und vernetzen

  • Projekte mit gemeinnützigem Charakter unterstützen, die dem Zweck der regenerativen Landwirtschaft dienen

Gesellschaft sensibilisieren

  • Der regenerativen Land- und Ernährungswirtschaft zu Wahrnehmung und Wertschätzung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verhelfen

  • Menschen aufzeigen, wie wertvoll eine naturfördernde, lokale, regenerative Land- und Ernährungswirtschaft für ihr Essen und die Gesundheit ist

  • Die regenerative Land- und Ernährungswirtschaft bekannter machen

Bauernbetriebe unterstützen

  • Bauernfamilien dabei unterstützen, ein für ihren Betrieb optimales regeneratives System zu finden und umzusetzen

  • Betriebe stärken, um unabhängiger von externen Hilfsmitteln wirtschaftlicher zu produzieren und Produkte mit hohem inneren Wert möglichst direkt zu vermarkten

  • Mit einer starken Marke den Mehrwert der Produkte sichtbar machen

 

Ziele

Agricultura Regeneratio will den regenerativen Methoden in der Schweiz, aber auch darüber hinaus zu mehr Beachtung verhelfen. Die regenerative Landwirtschaft wird in der Gesellschaft und in der Wirtschaft besser bekannt gemacht.


Bauernfamilien profitieren von Trainings, Informationen und Unterstützung, Verarbeiter und Händler werden sensibilisiert, und Konsumentinnen und Konsumenten erhalten wertvolle, praktische Informationen zum Thema.


Wir werden zudem durch aktive Arbeit mit Politik und Verwaltung die Basis für klare und wirksame Förderinstrumente schaffen und Projekte zur regenerativen Landwirtschaft unterstützen.

Wir wollen eine Landwirtschaft mit einem deutlichen Mehrnutzen gegenüber der heutigen Situation – jenseits von Bio und Nachhaltigkeit. Neben der Produktion von gesünderen Nahrungsmitteln wird die Natur wirksam gefördert, die Biodiversität gestärkt, das Insektensterben reduziert und nicht zuletzt auch die Möglichkeit geschaffen, dass so wirtschaftende Bauernbetriebe Kohlenstoff aus der Atmosphäre in den Boden bringen und dafür entschädigt werden können. Anders gesagt: die Landwirtschaft kann zum Klimaschutz beitragen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Tierhaltung. Hier wird eine konsequente Weide- und Freilandhaltung gefördert, zum Beispiel mit mobilen Ställen für Schweine und Hühner und Verzicht auf Anbindehaltung. Wir sind überzeugt, dass die Tierhaltung ein unverzichtbarer Teil eines funktionierenden Agrarsystems ist, und die Tiere sich grundsätzlich immer bewegen dürfen.

Nicht zuletzt ist der Verein die Antwort auf die vielen Initiativen, die in der Vergangenheit und in Zukunft zum Thema vors Volk kamen und kommen. Chancen und Potentiale nutzen und damit die Probleme lösen; ein Ansatz der wohl alle überzeugt. Wir wollen den Bauernfamilien neue Perspektiven ermöglichen, wie sie ihre Betriebe selbstbestimmt und zukunftsorientiert entwickeln können. Wir haben keine Richtlinien, sondern zeigen Wege zur stetigen Verbesserung auf. Ob konventionell, IP oder Bio: alle haben ein Potential!

 
IMG_2622_edited.jpg
 

Was ist Regenerative Landwirtschaft?

Der Begriff regenerative Landwirtschaft wurde ursprünglich in den USA geprägt, hauptsächlich vom bekannten Pionier Robert Rodale. Über lange Jahre geriet dieser Begriff in Vergessenheit und wurde im letzten Jahrzehnt wieder zunehmend populär, vor allem dank der Klimadiskussion. Im Gegensatz zum Biolandbau ist regenerative Landwirtschaft nicht durch ein gesetzliches und privatrechtliches Regelwerk reglementiert. Es ist ein wachstumsorientiertes, offenes und betriebsindividuelles System.

Folgende Themen und Ansätze sind in der regenerativen Landwirtschaft zentral:

  1. Möglichst geringe Störung des Bodens, das heisst möglichst geringe wendende Bodenbearbeitung, und möglichst kein Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern

  2. Eine ständige Bodenbedeckung anstreben, zum Beispiel durch Zwischenfrüchte oder Pflanzenrückstande, mehrjährige Pflanzen, Permakultur oder Agroforstwirtschaft

  3. Möglichst immer lebende Wurzeln im Boden belassen (Wurzelexsudate ernähren das Mikrobiom im Boden)

  4. Eine möglichst hohe Diversität in der Fruchtfolge und Biodiversität allgemein anstreben

  5. Integration der Tierhaltung im System mit optimalem Weidemanagement